Intelligent Wohnen in jeder Lage
An der diesjährigen Messe «Bauen & Modernisieren» stellt die GNI ein neues Minergie-Modul vor. Sie ist Lizenznehmerin des Vereins Minergie und Trägerin des Moduls Raumkomfort, mit welchem die Raumregulierung minergietauglich werden soll. Zertifiziert werden können Systeme zur energieeffizienten Regelung des Raumklimas. Die zertifizierten Systeme eignen sich für den Einsatz in üblichen Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie in vergleichbaren Umgebungen wie Hotel- oder Heimzimmern.
«Mit dem Modul wollen wir erreichen, dass in modernen Häusern die Raumtemperatur jederzeit stimmt und dass auch für Renovationsobjekte gute Steuerungslösungen verfügbar sind. Diese tragen massgeblich dazu bei, Energie zu sparen», erklärt GNI-Geschäftsführer Pierre Schoeffel.
Audio und Hausautomation verbinden
Für die gemeinsame Steuerung von Hausautomation und Audioanlagen bieten verschiedene Audio- und Videoanbieter herstellerübergreifende Systeme an, sogenannte Gateways. Diese Gateways bauen häufig auf dem Gebäudeautomationsstandard KNX auf. Mit einer speziellen Fernbedienung, die im ganzen Wohnbereich funktioniert, können sämtliche Geräte angesprochen werden. So lassen sich beispielsweise das Licht und das TV-Gerät in der Küche mit einem einzigen Tastendruck einschalten. Über den Touchscreen des Hausautomationssystems kann umgekehrt auch das Audio- und Videosystem bedient werden. Das Gateway führt sowohl lokale Befehle wie das Schliessen der Vorhänge in einem Zimmer aus als auch globale wie das Ausschalten der Beleuchtung im ganzen Haus.
Sicherer und schneller
Die Glas- und Multimedia-Verkabelung, die Daten von aussen ins Haus führt, aber auch hausinterne Steuerungsbefehle weitergibt, ist sicherer und schneller als jede andere Verkabelung und nicht an einen spezifischen Telekommunikationsanbieter gebunden. Dazu kommt die universelle Kommunikationsverkabelung. Sie bietet in jedem Raum einen Breitbandanschluss, dank dem heute und in Zukunft alle verfügbaren Medien flexibel genutzt werden können. Durch die Verbindung dieser zwei Systeme wird der Wert einer Liegenschaft erhalten oder sogar gesteigert.
Zur Multimedia-Verkabelung hat die Initiative Intelligentes Wohnen letztes Jahr eine Broschüre veröffentlicht, die kostenlos auf dem Internet als PDF verfügbar ist. Die Broschüre spricht alle Interessierten an, vom Bauherrn über den Architekten und Generalunternehmer bis hin zum Endkunden, der die Vernetzung in seinem bestehenden Wohnraum nachrüsten möchte. Die Broschüre zeigt, weshalb Vernetzung heute zentral und wichtig ist.
Ist die Verkabelung einmal vorhanden, müssen Licht- und Jalousienschalter, Raumthermostate, Heizventile und Fensterkontakte und auch Audio- und Videoanlagen über ein einheitliches System miteinander verbunden werden. Herzstück dieser Systeme ist eine zentrale Bedienstelle, von der aus alle Gewerke (Licht, Heizung usw.) gesteuert werden können. Auch sogenannte Szenen lassen sich programmieren: Am Morgen können mit einem Tastendruck das Licht, das Radio und die Kaffee–maschine eingeschaltet werden.
Kabellose Lösungen
Für Sanierungs- und Umbauten gibt es Systeme, die ohne Kabel auskommen. Sie basieren auf drahtloser Funkkommunikation und eignen sich für Gebäude, in denen die Verkabelung mit einem zu grossen Aufwand verbunden wäre. Über eine Funk-Draht-Schnittstelle lassen sich aber auch drahtgebundene Gewerke elegant integrieren. Das zentrale Ziel solcher intelligenten Lösungen soll immer ein flexibles und modulares System sein, das die Parameter Temperatur, Luft- und Lichtverhältnisse, Sicherheit und Spass sowie den sparsamen Umgang mit Ressourcen den individuellen Bedürfnissen der Bewohner anpasst.

