Eine moderne Kultur des Schwitzens
Der edle Saunabereich mit Blick auf den Zürichsee kombiniert Holz mit Glas und Valser Granit. Bild Küng Sauna
Der Wellness-Pionier Donald B. Ardell definierte Wellness folgendermassen: «Körperliche Fitness, ein gesundes Ernährungsbewusstsein, ein gutes Entspannungs- und Stressmanagement und die ausgeprägte Sensibilität für die Umwelt.» Kompetente Saunabauer haben sich dies auf die Flagge geschrieben und bauen Saunabereiche, die ins Staunen versetzen. Denn wer heute eine Sauna einbaut, erhält nicht nur eine Gesundheits-Box aus Holz, die beheizt werden kann, sondern ein Lifestyleprodukt erster Güte.
Valser Granit und Leder
Tony Küng: «Der grosse Trend ist zurzeit die Sauna, die in den Wohnraum integriert wird. Zum Beispiel direkt neben das Schlafzimmer, ins Bad oder auf die Terrasse.» Der Firmengründer von Küng Sauna bestätigt, dass die Sauna heute als Designobjekt gehandelt wird. Verschiedene Hölzer, Glas, Stein und sogar Leder sind dabei die Materialien, die in die Schwitzbox integriert werden können. «Wir haben kürzlich eine Sauna am Zürichsee realisiert, in der wir hauptsächlich Glas und Valser Granit verwendeten.» Wenn das nicht an Zumthors Thermen von Vals erinnert?
Die Ideenpallette ist gross und die Wünsche vielfältig. Oft wünscht sich ein Kunde einen begehbaren Wellnessbereich mit Sauna, Dampfdusche und temperiertem Liegeraum. Dabei werden Spa-Profis hinzugezogen, die aus einem Raum einen ausgeklügelten Wellnessbereich kreieren. Mit Glas, Stein und Holz können die Entwürfe attraktiv und wohnlich umgesetzt werden. Die Dampfdusche oder das Dampfbad, das bekanntlich die Haut reinigt und glättet und Rheuma und Atembeschwerden lindert, ist in vielen Varianten zu haben.
Spiel mit verschiedenen Elementen
Interessant wird es besonders bei der architektonischen Umsetzung. Die Saunabauer entwerfen nach Wunsch wunderschöne Spa-Räumlichkeiten, in denen Feuer und Wasser, Hitze und Kälte miteinander spielen.
Das Spa-Unternehmen Klafs arbeitet mit natürlichen Materialien und baut attraktive Saunen sowie ganze Wellnessbereiche für den verwöhnten Entspannungsliebhaber. Caroline Wüest, Mitarbeiterin des Saunaunternehmens: «Wichtig in der Sauna ist vor allem die Qualität der Hölzer. Sie dürfen auf keinen Fall harzen oder splittern. Um dem wachsenden Design-Anspruch gerecht zu werden, kombiniert man Holz oft auch mit Naturstein, Lehm und Glas. Hier ist zu berücksichtigen, dass Glas keine Wärme aufnehmen kann und das Saunaklima direkt beeinflusst.»
In den Saunen von Küng gilt die Materialisierung ebenfalls als ein Zusammenspiel von Polarkiefer, Glas und Naturstein. Hochwertige Bodenfliesen veredeln den Raum. Ein besonderes Markenzeichen ist die vollverglaste Front, aber auch die horizontale Täferung, die der Sauna eine gewisse Eleganz verleiht. Die Material- und Farbkomposition der Profi-Saunabauer verschmelzen im Einklang mit der entsprechenden Möblierung des Raums.
Alpkräuter für Körper, Seele und Geist
Nicht nur die Innenarchitektur, sondern auch das Klima darf den Wünschen des Kunden angepasst werden. Die Auswahl an Temperaturen ist vielfältig. Kein Wunder, dass heute in der der Türkei, in Japan oder in Finnland ganze Schwitz-Zeremonien zelebriert werden.
Die «Aromatherapie» zum Beispiel ist ein Schwitzbad bei 57 Grad und 45 Prozent Luftfeuchtigkeit. Ob Alpenkräuter, Melisse oder Eukalyptus – jedes natürliche Aufgussöl in der Duftölschale verströmt ein sinnliches Aroma für den Ausgleich von Körper, Seele und Geist.
Für Saunakenner ist das «Bio-Klima» kein Fremdwort, denn Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass der höchste Schwitzeffekt und das stärkste Wohlgefühl bei einem eher milden Saunaklima erreicht werden. Liegt die Lufttemperatur bei rund 55 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit bei 45 Prozent, ist es sogar Menschen mit eher schwachem Kreislauf erlaubt, das Schwitzen zu geniessen. Das wohl bekannteste Bad, das einen in den Schweiss treibt, ist die «Finnische Sauna» bei 80 bis 90 Grad und tiefer Luftfeuchtigkeit: 10 bis 15 Prozent.
Jedem sein Wohlfühlprogramm
Die Einstellung geschieht nicht mehr über einen einfachen Drehknopf, sondern über eine moderne Touchcontrol-Technik, die benutzerfreundlich bedient werden kann. In den modernen Saunen ist es möglich, ausgeklügelte Wohlfühlanwendungen mit mehreren vielfältigen Festprogrammen zu nutzen. Bei jedem gewählten Programm wird sicherheitshalber auf die medizinische Wirkung hingewiesen.
Es ist heute möglich, mit ungewöhnlichen Boden- und Wandfliesen, speziellen Holz- und Steinkombinationen wie Polarkiefer und Valsergranit sowie edlem Leder einen Wellnessbereich zu kreieren, der nicht mehr an die Keller-Sauna erinnert, sondern den Eindruck von Transparenz, Ruhe und Schönheit vermittelt. So wird der ganz persönliche Wellnessbereich zum Ort von Entspannung und Sinnlichkeit.



