Energieeffizienz im Heizungskeller

15.12.2011

Im Heizungskeller liegt ein grosses Energiesparpotenzial. Das Bild zeigt eine sanierte Anlage mit Sole-Wasser-Wärmepumpe

Heizung – Ein grosser Teil des täglichen Energiebezugs verpufft wirkungslos. Dank dem Einbau von modernen Wärmeerzeugern mit sparsamem Betrieb sowie regelmässiger Wartung wird die Energieeffizienz nachhaltig verbessert.

 

Unter den zahlreichen Möglichkeiten, den Energiekonsum im Heizungs-keller zu senken, ist die Heizungssanierung nach wie vor das wirksamste Mittel. Je nach Anlage beträgt das Einsparpotenzial bis zu 35 Prozent. Neue Heizsysteme arbeiten nicht nur effizienter, sie bieten auch höheren Komfort – unabhängig vom Energieträger, der eingesetzt wird.

 

 

Wärmeverluste minimieren

 

Massgeschneiderte Heizungslösungen aus einer Hand, bei der alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, sowie moderne Technologien mit besserer Energieausbeute bilden die Grundlage für Effizienzsteigerungen. Darunter fallen Öl- Brennwerttechnik, Gasheizungen mit hoher Modulation, Hochleistungs- Solarkollektoren und Wärmepumpen der neuesten Generation. Sodann müssen Wärmeverluste so gut wie möglich vermieden werden. Einen Beitrag dazu leistet eine angemessene Dämmung der Rohrleitungen. Grösseren Einfluss auf die Effizienz hat die Reduktion der Stillstandsverluste, verursacht durch häufiges Ein und Ausschalten der Heizung, auch Takten genannt, wodurch der Jahresnutzungsgrad sinkt. Abhilfe schafft die Modulation. Dabei wird die Brennerleistung laufend dem effektiven Wärmebedarf angepasst. Bei Gasheizungen ist die Modulation heute Standard, bei Ölkesseln steckt sie noch in den Anfängen. Moderne Geräte können dafür mit mehr als einer Laststufe betrieben werden, was zu einem vergleichbaren Ergebnis wie bei der Modulation führt.

 

 In gut gedämmten Häusern übersteigt der Energiebedarf für Warmwasser denjenigen für Raumwärme. Wegen unterschiedlicher Betriebszeiten und Leistungsanforderungen sind die Trennung der beiden Systeme und der vermehrte Einbezug von Solarenergie von Vorteil. Im Sommerhalbjahr kann die Heizung ausgeschaltet werden, weil die Sonne den Energiebedarf für Warmwasser zu decken vermag.

 

Auch mit Umwelt- oder Abwärme lässt sich Warmwasser bereiten. Dabei nutzen kleine Wärmepumpen, die am Warmwasserspeicher angeflanscht sind, vorhandene Wärmebestände aus den verschiedensten Energiequellen wie dem Heizungsrücklauf. Die Temperatur des Boilers sollte nicht über 60 Grad Celsius liegen, da sonst Speicherverluste überproportional zunehmen. Ein grosses Sparpotenzial liegt bei Umwälzpumpen für Heiz- und Trinkwasser. Alte Pumpen verbrauchen etwa vier Mal mehr Strom als neue Hocheffizienzpumpen.

 

Die Praxis zeigt auch, dass sich in vielen Fällen die Heizkurven optimieren lassen. Daraus resultieren höherer Komfort und geringerer Energieverbrauch. Nachtabsenkungen und Nachtabschaltungen haben den gleichen Effekt, ebenso der Einsatz von Zeitschaltuhren im Bereich der Trinkwasserzirkulation, welche die Verbrauchsgewohnheiten berücksichtigen.

 

 

Wartung von Heizsystemen

 

Soll ein Heizsystem während seiner ganzen Lebensdauer effizient arbeiten, muss es regelmässig gewartet werden. Das betrifft nicht nur Ölund Gasheizungen. So sind bei Wärmepumpen der Kreislauf der Trägerflüssigkeit und die mechanischen Teile in gewissen Intervallen durch einen Fachmann zu prüfen. Ferner muss die Anlage von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Analoges gilt für thermische Solaranlagen. Die regelmässige Wartung erhöht nicht nur die Betriebssicherheit und die Lebensdauer, sondern garantiert auch, dass eine Anlage mit maximal möglichem Wirkungsgrad betrieben wird. Und zwar ein ganzes Heizungsleben lang.

 

Von: Rene Grosswiler Leiter Marketing Services, Elcotherm AG, Vilters SG

Hohe Modulation des Gas-Brennwertkessels THISION S, kombiniert mit solarer Warmwasserbereitung, ergibt maximale Energieeffizienz.