«PROJEKT HEV 2012+» im Kanton St.Gallen

05.05.2010
Motto: Das Mitglied steht im Mittelpunkt! Deshalb: Mehr Mitgliedernutzen Dank effizienter Strukturen!

Geschätzte Verbandsmitglieder! Im Mitteilungsblatt 5/09 hatten wir über einen Workshop des Kantonalverbands mit den st.gallischen HEV-Sektionen informiert, bei dem es um Fragen nach der Struktur, der Aufgabenerfüllung und dem Umfang des Dienst - leistungs angebots durch Kantonalverband und Sektionen ging. Aufgrund der sehr guten Aufnahme bei allen Beteiligten befasste sich die Geschäftsleitung in der Folge vertieft mit diesem Themenkreis. Das Resultat wurde im Bericht „Projekt HEV 2012+“ zusammengefasst und an der Vorstandssitzung 1/10 behandelt. Nach ausführlicher Diskussion beauftragte der Vorstand die Geschäftsleitung, das „Projekt HEV 2012+“ weiter zu bearbeiten, was in enger Zusammenarbeit mit den Sektionen erfolgt. Bereits am 22. Juni 2010 findet ein zweiter Workshop zu den HEV-Dienstleistungen statt. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Im Folgenden finden Sie einen Auszug aus dem Bericht „Projekt HEV 2012+“.

Ausgangslage

  • 2008 führte der HEV Schweiz eine repräsentative Mitgliederbefragung durch, welche gesamthaft ein positives Bild ergibt: Grosse Zufriedenheit und Verbandstreue; recht grosse Zufriedenheit mit den Dienstleistungen, wobei unterschiedliche Standards festgestellt werden.
  • Eine Zusatzauswertung für den Kanton St.Gallen deckt sich weitgehend mit dem gesamtschweizerischen Ergebnis. Im Kanton St.Gallen sind aber deutlich mehr Verbandsmitglieder parteipolitisch gebunden.
  • Aus der Erkenntnis, dass auch hier Stillstand Rückschritt bedeutet und es einfacher ist, aus der Position der Stärke zu handeln, wurde die Geschäftsleitung (GL) mit weiteren Abklärungen und Vorschlägen beauftragt.
  • Im Herbst 2009 führte die GL – mit einem externen Moderator – einen Workshop mit den Sektionen durch. Es wurde übereinstimmend ein Handlungsbedarf festgestellt.

Analyse des aktuellen Zustands

  • Mitgliederbestand: In den Jahren 2000 bis 2006 bewegte sich der Bestand im Kanton St.Gallen zwischen 20’028 und 20’477 Mitglieder. Dank politischer Erfolge (Eigenmietwert, Grundsteuer, Energiegesetz) und grosser Werbeaktionen konnte der Bestand seither um fast 20 Prozent gesteigert (!) werden. Am 01.01.2010 beträgt der Bestand 24’195 Mitglieder. Damit ist St.Gallen der viertgrösste Kantonalverband – nach Zürich, Bern und Aargau – im HEV Schweiz.
  • Sektionsgrösse: Der Kantonalverband umfasst insgesamt 20 Sektionen (von 268 bis 3’453 Mitglieder; im Durchschnitt 1’200 Mitglieder). Dies ist historisch bedingt (11 Sektionen sind älter als 90 Jahre, 2 Sektionen älter als 80 Jahre), wobei es in der Folge kaum Fusionen gegeben hat. Damit verfügt der Kantonalverband über viele kleinere Sektionen (9 Sektionen haben weniger als 1’000 Mitglieder, davon 5 sogar weniger als 500 Mitglieder).
  • Rechtsdienst: Der Rechtsdienst, als eine traditionelle und gefragte Verbandsdienstleistung (so ist eine mündliche Auskunft pro Jahr von 15 Minuten unentgeltlich), wurde über Jahrzehnte von der kantonalen Geschäftsstelle in St.Gallen erbracht. Heute bieten 16 Sektionen eine eigene Rechtsberatung an, womit noch 4 Sektionen auf den Rechtsdienst der kantonalen Geschäftsstelle basieren.
  • Weitere Dienstleistungen: Immobilien- Dienstleistungen (wie Schätzungen, Verwaltung und Vermittlung) werden für den Kantonalverband durch die HEV Verwaltungs AG St.Gallen erbracht, teilweise aber auch durch die Sektionen selber wahrgenommen. Die Wohnungsabnahme ist eine weitere Dienstleistung, welche gefragt ist und von vereinzelten Sektionen angeboten wird. Dies hat an Bedeutung gewonnen, weil verschiedene Politische Gemeinden diese Dienstleistung nicht mehr erbringen. Die Mitgliederumfrage 2008 zeigt, dass viele Mitglieder vom HEV auch im Bereich der Energieberatung Unterstützung oder zumindest Auskunft erwarten. Diesbezüglich wird abgeklärt, ob und wie mit externen und dezentralen Beratern eine Zusammenarbeit möglich ist. Die regelmässige Information der Verbandsmitglieder wird durch den Kantonalverband sichergestellt mittels „St.Galler Hauseigentümer“ und der Homepage.
  • Sekretariate der Sektionen: Hier findet sich eine sehr grosse Vielfalt im Kanton St.Gallen wie halb- bis vollamtliche Sekretariate (teilweise verbunden mit der Rechtsauskunftstelle), Milizlösungen durch Sekretär, Kassier oder Präsident oder als „externe Lösung“ die Zusammenarbeit mit einer Firma (in der Regel aus der Bau-, Immobilien- oder Treuhandbranche). Damit ist die zeitliche Erreichbarkeit für die Mitglieder ebenfalls unterschiedlich, wobei die heutigen technischen Möglichkeiten (wie E-Mail) dies entschärfen.

Massnahmen und Umsetzung

Organisation und Struktur

  • Weniger und grössere Sektionen erhöhen die Wirkungsmöglichkeiten an der Basis. Dadurch wird auch die Bedeutung der Sektionen gestärkt.
  • Dies ist möglich durch Fusionen oder eine engere, vertragliche Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektionen in Dienstleistungs- Regionen.
  • Weil es (wirtschaftlich, politisch und vereinsrechtlich) die optimale Grösse nicht gibt, könnten mittelfristig die Sektionsgebiete den 8 Wahlkreisen im Kanton St.Gallen angeglichen werden.
  • Dies erfordert unterschiedliche Anpassungen. So entsprechen die Sektionsgebiete von Werdenberg und Linthgebiet bereits heute den entsprechenden Wahlkreisen. Andere Wahlkreise umfassen mehrere Sektionen, wobei verschiedene Gebietsanpassungen notwendig würden.

Finanzielles

  • Verbindliche Aussagen über die finanziellen Auswirkungen des „Projekt HEV 2012+“ sind nicht möglich. Es sind weitere Abklärungen und Informationen seitens der Geschäftsleitung und der Sektionen notwendig.
  • Das „Projekt HEV 2012+“ erfordert auch eine klare Festlegung der Kosten der verschiedenen Dienstleistungen und den Umfang der Unentgeltlichkeit.
  • Eine Angleichung ist anzustreben bei den Mitgliederbeiträgen der Sektionen.
  • Die Projektkosten werden vom Kantonalverband getragen.

ZIELSETZUNGEN des Projekts HEV 2012+

Mitgliedernutzen

Ausgebaute Dienstleistungen

  • In hoher Qualität
  • Zu gleichen Preisen
  • Im ganzen Kanton gleiches Grundangebot

Struktur und Organisation

Grössere Effizienz

  • durch grössere Sektionen
  • mit professioneller Struktur
  • und vergleichbarer finanzieller Belastung (Beiträge und Dienstleis - tungen)

Einheitliche Qualität

  • Qualitätsvorgaben und Qualitätssicherung durch den Kantonalverband
  • Erbringung durch die Kompetenzzentren der Sektionen

Aussenwirkung

Politische Einflussnahme verstärken

  • Durch weiteres Mitgliederwachstum
  • Und durch die parlamentarische Interessengruppe