• Zu Gast am Bodensee

Zu Gast am Bodensee

20.08.2021

Rückblick auf 104. Delegiertenversammlung im Forum Würth Rorschach - Über 80 Delegierte und Gäste aus Politik, Wirtschaft und befreundeten Verbänden besuchten die 104. Delegiertenversammlung des HEV Kanton St.Gallen im Forum Würth Rorschach. Präsident Walter Locher mahnte nach dem Nein zum CO2-Gesetz zu mehr Augenmass im Gebäudebereich in der künftigen Energiepolitik.

Bedrohliche Intoleranz
HEV-Präsident Walter Locher führte in seiner Ansprache aus, dass der zunehmenden Intoleranz gegen bürgerliche Positionen in Eigentumsfragen entschieden entgegengetreten werden müsse. Wenn in den Städten das Dosenwerfen gegen alte weisse Männer salonfähig werde, dann sei das politische Raster nur noch verzerrt. Das Nein zum CO2-Gesetz habe gleichzeitig aufgezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Klima- und Umweltschutz auch in Zukunft nur Lösungen mit Augenmass mittragen. Anstelle von Verboten und Abgaben müssten die richtigen Anreize für die Haus- und Grundeigentümer geschaffen werden. Dann würden auch entsprechende Investitionen weiter getätigt.

St.Galler Schwerpunktplanung
Regierungspräsident Marc Mächler überbrachte die Grussworte der St.Galler Regierung. Er führte dabei aus, welche fünf Ziele sich die Regierung des Kantons St.Gallen in ihrer neuen Schwerpunktplanung für die Jahre 2021 bis 2031 gesetzt hat. Die Innovationskraft soll erhöht, der digitale Wandel aktiv gestaltet, der Klimaschutz verstärkt und die Chancengerechtigkeit sowie Strukturentwicklung gefördert werden. Es bleibe wichtig, mit dem HEV einen verlässlichen Ansprechpartner für die St.Galler Regierung zu haben, wenn es um Fragen rund ums Haus- und Grundeigentum gehe.

Dauerangriffe in Bundesbern
Markus Meier, Direktor des HEV Schweiz, führte in seiner Grussbotschaft aus, wie in den eidgenössischen Räten in jeder Session Vorstösse abgeblockt werden, welche das Mietrecht weiter belasten wollten. Erfreulich sei, dass nun der Ständerat im Herbst endlich das Geschäft zur Abschaffung des Eigenmietwerts behandle. Wenn man die Haus- und Grundeigentümer in Zukunft weniger schröpfe, so bleibe auch mehr Geld übrig – beispielsweise auch für energetische Sanierungen.